Die Kitas im Ev.-luth. Kirchenkreis Göttingen-Münden unterstützen die bundesweite Kampagne „Jedes Kind zählt“.
Sie setzt sich dafür ein, dass die Politik die Bedingungen für die Kitas und Kinder im Land verbessert. Angesichts der drohenden Kürzungen im Bundeshaushalt 2025 ist die Qualität dieser Einrichtungen stark gefährdet. Mit einer Petition soll dafür gesorgt werden, dass der Bund ein Qualitätsentwicklungsgesetz mit bundesweiten Standards auf den Weg bringt. Der Petitionsausschuss hat die Petition zur Unterzeichnung bis zum 9. Juli freigeschaltet.
Dosenwerfen und andere Spiele gab es beim Jubiläum im Garten der KiTa St. Martin
„Peng, Schepper, Juchuuu!“ – mit einem satten Wurf fegt ein sportlicher Junge mit Baseballkappe die meisten der zwölf aufgetürmten Dosen im Garten der KiTa St. Martin vom Tisch. Nebenan hüpfen Kinder und Erwachsene mit Säcken um die Wette, im Garten des Horthauses steigt ein Tanzwettbewerb, die Buttonmaschine klackt und in Sichtweite der großen gelben Hüpfburg brummt es vor entspannten Gesprächen bei Limo, Bratwurst und Salat. Zwischen 11 und 16 Uhr waren am 8. Juni rund 200 Gäste in die Charlottenburger Straße gekommen, um das 50-jährige Bestehen der Einrichtung mit fast allen Kindern und den 20 Mitarbeitenden zu feiern.
Das Angebot der frühkindlichen Bildung im Umkreis wird erweitert. Demnächst gibt es in Bonaforth eine Waldkindergartengruppe, die „Walderoberer“. Die Gruppe ist für 15 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren vorgesehen. Die Betreuung erfolgt ganzjährig draußen.
Ein neuer Kindergartenbauwagen mit einer Heizung bietet Schutz bei allzu schlechtem Wetter. Bei Gefahrenlagen, in denen selbst dieser Wagen nicht genutzt werden soll (Gewitter, Sturm, Schneebruch o.ä.), steht das Dorfgemeinschaftshaus Bonaforth zur Verfügung.
Das Kita-Büro unterstützt die heute startende, bundesweite Kampagne und Petition "Jedes Kind zählt":
Als pädagogische Fachkräfte geben wir jeden Tag unser Bestes, damit die Kinder in unseren Kitas die besten Voraussetzungen für ein gutes Aufwachsen haben. Wir wollen die Kinder fördern und auf ihrem Weg begleiten. Leider verschlechtern sich die von der Politik gesetzten Rahmenbedingungen für unsere Arbeit seit Jahren: fehlende Kolleginnen und Kollegen, in vielen Bundesländern nicht genügend Kita-Plätze und keine Bereitschaft bei den Verantwortlichen in der Politik, durch verbindliche Qualitätsvorgaben die Betreuungsrelationen zu verbessern. In Niedersachsen wird aktuell das Kita-Gesetz dahingehend überarbeitet. Eine der relevantesten Veränderungen dürfte der Einsatz von pädagogischen Assistenzkräften (Personen ohne pädagogische Ausbildung) in Ü3-Gruppen anstelle von pädagogischen Fachkräften unter bestimmten Bedingungen sein. Auf der Strecke bleiben viel zu oft die Kinder und unsere Ideale für eine auf das Kind ausgerichtete Kita-Arbeit.
Weitere Informationen zur Kampagne und die zugehörigen Unterschriftenlisten finden sich hier: https://jedes-kind-zaehlt.de/ Jede Unterschrift hilft die derzeitige Situation in unseren Kitas zu verändern!
Alle 800 Fachkräfte in den 50 Kitas des Kirchenkreises wurden von September 2023 bis April 2024 mit 26/32 Stunden in Zusammenarbeit mit dem Institut für digitale Bildung (InDiPaed) digital geschult. Zwischen den einzelnen Modulen in diesem Lernformat, gab es in den Kitas regelmäßige systematische Reflexionen, Diskussionen, Absprachen, die der einrichtungsbezogenen Umsetzung des erworbenen Wissens dienten. Ziel war es, den institutionellen Kinderschutz, der in unserem Schutzkonzept beschrieben ist, ganz praktisch ein Gesicht zu geben und damit fest in den Kitas zu verankern.
Es ging beispielsweise um Kinderrechte, Beschwerdeverfahren für Kinder, um Nähe und Distanz, alle rechtlichen Regelungen, Adultismus, Risikoanalysen, Verhaltenskodex, Meldepflichten, … zu allen gewichtigen Aspekten der Prävention, Intervention und Aufarbeitung zum Schutz vor Gewalt. Auf diese Weise werden die Fachkräfte verfahrens- und handlungssicher im Umgang mit den verschiedenen Formen von Gewalt innerhalb der Einrichtung und auch im persönlichen Umfeld des Kindes. In vielen Gesprächen mit den Fachkräften wurde deutlich, wie wichtig ihnen der Schutz der Kinder ist.
Die Leitungen der Kitas reflektierten systematisch zwischen den einzelnen Modulen die Umsetzungsprozesse in ihren Einrichtungen. Unter den herausfordernden Rahmenbedingungen von zeitlichen und personellen Ressourcen und den unterschiedlichen persönlichen Sozialisationen der Mitarbeitenden sicherlich eine große Herausforderung. Die Kitas werden kontinuierlich von den Trägerfachberaterinnen begleitet. Nun geht der Prozess stetig weiter, um den Kindern ein gesundes und sicheres Aufwachsen in unseren Kitas zu ermöglichen.
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Die Kinder haben eine große Anzahl von Dingen bzw Abbildungen davon sortiert danach, ob Menschen sie gemacht haben können oder nicht. Hinterher lagen lauter Dinge in der Mitte, die nicht von Menschen gemacht werden können. Und dann stand die Frage im Raum:, woher kommt das alles?
Natalie Schmidt (Stadt Göttingen) und Corinna Kern (Kita-Büro) veranstalten gemeinsam den Lupenimpuls
Im Rahmen des Bundesprogramms "Sprach-Kita" entwickelten die Fachberatungen der Stadt Göttingen und der evangelischen Kindertagesstätten gemeinsame Fortbildungsformate. Orientiert an den Wünschen und Bedarfen der Sprach-Kitas werden regelmäßig Themen für die Lupenimpulse ausgewählt und bearbeitet. Der Lupenimpuls zum herausfordernden Verhalten fand aufgrund der großen Nachfrage bereits zum zweiten Mal statt. Neben einer kompakten Darstellung der wissenschaftlichen Perspektive auf das Thema, ist immer auch der kollegiale Austausch zentral. Daher folgte nach dem Input zu den entwicklungspsychologischen Voraussetzungen, aktuellen Ergebnissen aus der Hirnforschung und Einblicken in die Bindungs- und Bedürfnistheorie eine kollegiale Fallbesprechung. Für die Bearbeitung herausfordernder Situationen im Kita-Alltag mit Kindern ist es demnach unerlässlich die individuelle Sitution des Kindes in den Blick zu nehmen. Auch ist immer die Frage nach dem hinter dem Verhalten stehenden Bedürfnis des Kindes zu stellen. Dass kein Kind laut oder wütend wird, um Andere zu ärgern, sondern lediglich versucht seine Bedürfnisse zu befriedigen, ist ein wichtiges Resultat der Veranstaltung.
Nach dem Erfolg der vergangenen Jahre fand heute wieder eine Putzaktion statt. Ziel ist es, öffentliche Plätze, Wege und Grünanlagen in unserem Flecken vom Müll zu befreien.
Auch unsere Kindertagesstätte hat dieses Jahr auch teilgenommen. Egal ob an Straßenrändern, im Wald, an Gewässern oder auf Grünflächen und Spielplätzen - oft liegen hier achtlos weggeworfene Getränkedosen, Flaschen und andere Verpackungen bis hin zu Altreifen und Elektrogeräte. Dieser Müll ist nicht nur unansehnlich, er schadet auch der Tier- und Pflanzenwelt. Es ist also wieder an der Zeit, in unserem Flecken Bovenden das Bewusstsein für Sauberkeit auf öffentlichen Flächen und damit verbunden für die Umwelt zu stärken und hier fangen wir bei unseren "Kleinsten" schon an.
Wir helfen mit, den „wilden“ Müll dahin zu entsorgen, wo er hingehört.
Der Flecken Bovenden hat uns für die Müllsammelaktion Müllsäcke kostenlos zur Verfügung gestellt. Außerdem haben die kleinen Helfer einen reichhaltigen Obstkorb zur Stärkung erhalten.